KOF-Berichte
KOF Konjunkturforschungsstelle - Forschungsbereich Bildungssysteme
01.12.2017 Zusammenarbeit zwischen Akteuren der Wirtschaft und der Bildung

Der Erfolg des Schweizer dualen Berufsbildungssystems basiert weitgehend auf der guten Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Wirtschaft und der Bildung. Deshalb wollen andere Länder verstehen, wie diese Zusammenarbeit funktioniert und worauf es ankommt, wenn die Bildungsgänge stärker auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes ausgerichtet werden sollen. Unser Forschungsbereich Bildungssysteme an der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich hat ein Messinstrument entwickelt, das anderen Staaten erlaubt, eine Diagnose zu ihren eigenen Berufsbildungsprogrammen zu erstellen und die Konsequenzen für die Reformstrategie herzuleiten.

 

 

Referenzen und weitere Informationen:

  • Caves, K., Bolli, Th., Renold, U. (2017): Entry 5: New Infographic Summary of the Colorado Education-Employment Linkage Index (KOF EELI) Study. Zurich. 15.03.2017. Quelle: http://www.cemets.ethz.ch/cemets-news/2017/03/new-infographic-summary-of-the-colorado-education-employment-linkage-index-kof-eeli-study.html
  • Renold, U. und Th. Bolli (2016): Berufsbildung: Das Erfolgsrezept der Schweiz, Die Volkswirtschaft – Das Magazin für Wirtschaftspolitik, 11/2016.
  • Renold, U., T. Bolli, K. Caves, L. Rageth, V. Agarwal and F. Pusterla (2015): Feasibility Study for a Curriculum Comparison in Vocational Education and Training, KOF Studies, 70, Zurich, November 2015.
  • Renold, U., T. Bolli, J. Bürgi, K. Caves, M. Egg, J. Kemper and L. Rageth (2016a): Feasibility Study for a Curriculum Compari- son in Vocational Education and Training, Education-Employment-Linkage Index, KOF Studies, No. 80, Zurich, July 2016.
  • Renold, U., Caves, K.; Bolli, Th.; Bürgi, J. (2016b): From Bright Spots to a System: Measuring Education-Employment Linkage in Colorado Career and Technical Education. KOF Studies, No. 87, Zurich, December 2016.
  • Renold, U.; Bolli, Th.; Caves, K.; Buergi, J. (2017): Training for Growth: Skills shortage and companies' willingness to train in Colorado. An application of the KOF Willingness to Train Survey. KOF Studies, No. 94, Zurich, June 2017.

 

01.09.2017 Höhere Berufsbildung im internationalen Vergleich

Höhere Berufsbildung im internationalen Vergleich - Berufserfahrung macht den grossen Unterschied.
Die höhere formale Berufsbildung Schweiz ist international wenig bekannt. Sie passt funktional nicht richtig ins Bildungsschema der ISCED-Klassifikation. Generell ermöglichen Bildungssysteme einen beruflichen «Erstabschlusses», sei es an einer Hochschule oder einer anderen Institution. Dabei wird wegen den hierarchischen Bildungsstufen interpretiert, der höchste Abschluss im Bildungssystem sei das Doktorat an einer universitären Hochschule. In Ländern wie der Schweiz, Deutschland und teilweise auch in Österreich gibt es aber formale Abschlüsse im Tertiärbereich für Leute, die bereits über einen beruflichen Erstabschluss verfügen, mehrere Jahre Berufserfahrung vorweisen und für den karrieremässigen Auf- oder Umstieg zusätzliche formale Abschlüsse erwerben wollen, also die Abschlüsse der Höheren Berufsbildung.

 

 

01.06.2017 Höhere Berufsbildungsabschlüsse

Höhere Berufsbildungsabschlüsse - Welche Titel im internationalen Vergleich werden ihnen gerecht?
Wie ich in der letzten Kolumne (März 2017) ausgeführt habe, gehören die Abschlüsse der Höheren Berufsbildung (HBB) bezogen auf Schutz vor Arbeitslosigkeit und Vorbereitung auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu den leistungsfähigsten formalen Bildungsabschlüssen. Sie richten sich – im Unterschied zu Hochschulabschlüssen – an Berufsfachleute, welche bereits über zwei- bis mehrjährige Berufserfahrung verfügen. Weltweit ist dieses Teilsystem des Schweizer Bildungssystems einzigartig. Die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft und der damit einhergehende Ruf nach Vergleichbarkeit von Titeln fordern dieses Teilsystem heraus, weshalb dieser Artikel mögliche Lösungen diskutiert.

 

 

Referenzen und weitere Informationen:

  • Beck, U. (1986): Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne, Frankfurt am Main.
  • Egg, M. and U. Renold (2015): The Swiss Vocational Education and Training System: What Can Spain Learn from Switzer- land?, KOF Working Papers No. 383, June, Zurich, S. 7.
  • Renold, U. (2015), Welche Akademikerquote brauchen wir? Über den Umgang mit Fuzzy Boundaries in internationalen Bildungssystemvergleichen. In: Amstutz, H., Dorn, A., Müller, M., Ronsdorf, M., Uljas, S. (eds). Fuzzy Boundaries: Festschrift für Antonio Loprieno. Hamburg. Widmaier Verlag. S. 941-963.
  • Rehbinder, Manfred, and Suisse. BBG : Berufsbildungsgesetz : das Bundesgesetz über die Berufsbildung mit Verordnung, erläuternden Auszügen aus den Gesetzesmaterialien  und Musterverträgen für Lehre und Anlehre, weiteren Materialien und Sachregister. Zürich: Orell Füssli, 1981.
  • SKBF 2010, Bildungsbericht Schweiz 2010. Aarau: Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung.
  • Spence, M. (1973): Job Market Signaling, in: Quarterly Journal of Economics 87/3, 355–374.
  • Ständerat 2014: Motion Aebischer Matthias, Titeläquivalenz für die höhere Berufsbildung, Amtliches Bulletin, Wortprotokoll des Ständerates zur Motion Aebischer Matthias (12.3511).
  • SRF Tagesgespräch vom 11. Januar 2017: „Wenn die Globalisierung vor Diplomen halt macht“. Link: http://www.srf.ch/sendungen/tagesgespraech/ursula-renold-wenn-die-globalisierung-vor-diplomen-halt-macht
01.03.2017 Höhere Berufsbildung Schweiz

Höhere Berufsbildung Schweiz - sie unterscheidet uns von anderen Ländern.
Seit meinem Eintritt in die ETH Zürich habe ich viele Länder bereist und ihr Bildungssystem analysiert, sei es, weil ich Vorträge hielt oder Workshops mit Vertretern anderer Länder leitete. Die Erkundungsreisen zeigen, dass nur wenige Länder ein derart ausdifferenziertes Bildungssystem haben wie die Schweiz. Ein auffälliger Unterschied ist die Höhere Berufsbildung (HBB), welche in der Schweiz eine Vielzahl von Bildungsabschlüssen für Fach- und Kaderleute bietet. Dieses Systemelement mit formal anerkannten Abschlüssen fehlt ausserhalb der deutschsprachigen Länder fast immer. Alleinstellungsmerkmale sind die .......

 

 

Referenzen und weitere Informationen:

  • Renold, Ursula (2016): Swiss Federal Office for Professional Education and Technology: Advanced Diploma Examination for Professional Credentialing, in: Wingard, Jason, and Michelle LaPointe. Learning for Life: How Continuous Education Will Keep Us Competitive in the Global Knowledge Economy. First Edition. New York: AMACOM--American Management Association, 2016. P. 195-208.
  • Bolli, Thomas, Renold, Ursula (2015). Comparative Advantages of School and Workplace Environment in Competence Acquisition: Empirical Evidence From A Survey Among Professional Tertiary Education and Training Students in Switzerland, KOF Working Paper, No. 39, July 2015.
  • Renold, U. (2012). Zukunft der HR-Fachleute in der Schweiz: Akademische versus berufspraktisch-orientierte Qualifikation? In: Ertelt/Frey/Kugelmeier (Hrsg.): HR zwischen Anpassung und Emanzipation - Beiträge zur Entwicklung einer eigenständigen Berufspersönlichkeit. Band 3. Schriftenreihe des Heinrich-Vetter-Forschungsinstituts, Mannheim. Verlag Peter Lang, p. 285-314.
  • Im Zusammenhang mit diesem Thema kann auch die Radiosendung SRF Tagesgespräch vom 11. Januar 2017 von Interesse sein: „Wenn die Globalisierung vor Diplomen halt macht“. Link: http://www.srf.ch/sendungen/tagesgespraech/ursula-renold-wenn-die-globalisierung-vor-diplomen-halt-macht
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