KOF-Berichte

KOF Konjunkturforschungsstelle - Forschungsbereich Bildungssysteme
01.12.2021 Digitalisierung

Auch während Covid-19 erhöht Digitalisierung die Arbeitszufriedenheit der Diplomierten HF
Von Thomas Bolli, Filippo Pusterla, Ursula Renold (Professur für Bildungssysteme, ETH Zürich)
Die Intensität, mit welcher sich die Digitalisierung auf den Arbeitsalltag auswirkt, wird durch die Folgen der aktuellen Pandemie beeinflusst. Gleichzeitig wirkt sich die Digitalisierung auch auf die Arbeitszufriedenheit aus. In diesem Beitrag untersuchen wir deshalb, wie Digitalisierung die Arbeit von Diplomierten HF verändert hat und welche Auswirkungen sie auf die Arbeitszufriedenheit hat.

 

01.09.2021 Beruf Bekleidungsgestaltung

Beruf Bekleidungsgestaltung: Vielfältige Auf- und Umstiegsmöglichkeiten
Von Thomas Bolli und Ursula Renold (Professur für Bildungssysteme der ETH Zürich)
Berufliche Grundbildungen ermöglichen vielfältiges Auf- und Umsteigen. Das zeigt eine neue Untersuchung, welche unsere Forschungsgruppe imAuftrag der Interessengemeinschaft Berufsbildung Bekleidungsgestaltung durchgeführt hat. Mit den BFS-Längsschnittdaten im Bildungsbereich (LABB) können berufliche Entwicklungen analysiert und in ihrer Vielfalt aufgezeigt werden. Die heutige Kolumne fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und zeigt auf, wie wichtig die höhere Berufsbildung als Aufstiegsmöglichkeit für diesen Beruf ist.

Referenzen und weitere Informationen:

  • Audrey Au, Yong Lyn, Bolli Thomas, Rageth Ladina, Renold Ursula (2021). Verbleibstudie und Kompetenzanalyse Berufsbildung Bekleidungsgestaltung. Bericht zu den Bildungsbiografien von Ehemaligen einer beruflichen Grundbildung in der Bekleidungsgestaltung. CES Studien, Nr. 17, Juni 2021 
01.06.2021 Berufsbildung

Keine Berufserfahrung – keine Beschäftigung: Der Einfluss von Berufserfahrung auf die Arbeitsmarktergebnisse nach einem Hochschulabschluss
Von Maria Esther Oswald-Egg und Ursula Renold
Bei einer Analyse zur Lage auf dem Schweizer Jugendarbeitsmarkt (Alter bis 25 Jahre) haben wir festgestellt, dass die Anzahl befristeter Arbeitsverträge unter 18Monaten über die Zeit zugenommen hat. Wir vermuteten, dass dies vor allem Hochschulabsolvent/innen betrifft, welche nach Abschluss ihres Studiums Praktika absolvieren müssen, bevor sie in eine Festanstellung übertreten können. Das hat uns zur Frage geführt, ob die duale Berufsbildung, welche Berufserfahrung generiert, nicht nur den direkten Einstieg in den Arbeits- markt erleichtert, sondern auch Vorteile für Personen bringt, die auf dem zweiten Bildungsweg eine Hochschulausbildung ab- solvieren und anschliessend in den Arbeitsmarkt eintreten. Die heutige Kolumne fasst die Ergebnisse dieser Studie zusammen.

Referenzen und weitere Informationen:

  • Oswald-Egg, Maria Esther, and Ursula Renold. «No Experience, No Employment: The Effect of Vocational Education and Training Work Experience on Labour Market Outcomes after Higher Education.» Economics of Education Review 80 (February 1, 2021): 102065. https://doi.org/10.1016/j.econedurev.2020. 102065
01.03.2021 Bildungsreformen

Bildungsreformen in anderen Ländern gehen trotz Covid-19 weiter
Von Ursula Renold, Sarah Lüling, Katie Caves (Professur für Bildungssysteme der ETH Zürich)
Das Team der Professur für Bildungssysteme begleitet jährlich rund ein Dutzend Länder und US-Bundesstaaten bei der Reform ihrer Bildungssysteme. Unser Reform-Labor CEMETS war im letzten Jahr allerdings stark gefordert, nachdem klar wurde, dass die Reformleader nicht in die Schweiz reisen konnten. In kurzer Zeit haben wir unser Labor vollständig auf den Online-Modus umgestellt und konnten damit sogar mehr Teilnehmer integrieren als in den Vorjahren. Über 120 Personen aufgeteilt in 12 Teams sind gegenwärtig daran, ihre Bildungsreformen voranzutreiben. Die vorliegende Kolumne gibt einen Überblick über die Wirkungen dieses Reformlabors sowie einen Einblick in ausgewählte Reformen, welche trotz Corona-Pandemie weitergeführt werden konnten.

Referenzen und weitere Informationen:

  • Caves, Katherine; Lüling, Sarah (2020). Research and the real world: Analyzing the short- and long-term impact of knowledge transfer. CES Working Papers No. 1, November 2020. https://doi.org/10.3929/ethz-b-000449607
01.12.2020 Lehrbetriebe und Lernende

«LehrstellenPuls Schweiz» misst den Einfluss der Corona-Pandemie auf Lehrbetriebe und Lernende
Von Thomas Bolli, Katherine M. Caves, Filippo Pusterla, Ladina Rageth, Ursula Renold, Aranya Sritharan, Sandra Trachsel Díaz-Tejeiro (Forschungsteam LehrstellenPuls)
Die Coronakrise hält die Schweiz seit März in Atem. Alle Bereiche unseres Lebens sind betroffen und damit auch die Bildung. Damit den Verbundpartnern zeitnah Informationen zur Verfügung gestellt werden können, hat die Professur für Bildungssysteme an der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit der Lehrstellenplattform Yousty das Forschungsprojekt LehrstellenPuls initiiert. Monatlich werden die Auswirkungen der Coronakrise auf Lehrbetriebe und ihre zukünftigen und aktuellen Berufslernenden erforscht. Der heutige Beitrag informiert über erste Befunde seit dem Shutdown. Während des Shutdowns konnte etwa ein Drittel der aktuellen Lernenden den betriebspraktischen Teil der Ausbildung entweder nicht oder nur in einer alternativen Form durchführen. Das hat sich bis im September wieder verbessert. Allerdings sind erste Anzeichen der zweiten Infektionswelle in den Daten bereits erkennbar.

Referenzen und weitere Informationen

01.09.2020 Höhere Berufsbildung

Die Vorteile der höheren Berufsbildung brauchen mehr Aufmerksamkeit
Von Ursula Renold, Thomas Bolli, Ladina Rageth und Aranya Sritharan (Professur für Bildungssysteme CES, ETH Zürich)
Die Corona-Pandemie ist immer noch allgegenwärtig und beeinflusst das gesamte Leben und damit auch die Bildung. Die Professur für Bildungssysteme an der ETH Zürich führt seit April 2020 Umfragen bei Lehrbetrieben durch, erstellt monatliche Berichte und veröffentlicht auch Detailberichte zu ausgewählten Aspekten rund um die Berufslehren in der Schweiz¹. Im August wurde eine Vertiefungsstudie publiziert, die Auskunft gibt über den «Informationsstand und Entscheidungsprozess zu weiterführenden Ausbildungen»². Dabei geht es um das Aus- und Weiterbildungsverhalten junger Erwachsener, welche eine Berufslehre abgeschlossen haben. Die Studie ist interessant für Personen, die sich für die höhere Berufsbildung engagieren, gilt es doch, deren Wert für Wirtschaft und Gesellschaft noch besser bekannt zu machen, weshalb im Folgenden wesentliche Elemente aus der Studie zusammengefasst werden.

Referenzen und weitere Informationen:

01.06.2020 Digitalisierung Arbeitszufriedenheit

Wie beeinflusst die Digitalisierung die Arbeitszufriedenheit?
Von Thomas Bolli, Filippo Pusterla, Ursula Renold (Konjukturforschungsstelle KOF, ETHZ)
Während der Digitalisierung häufig die Fähigkeit zugeschrieben wird, Tausende von Arbeitsplätzen zu vernichten, wird der positive Einfluss der Digitalisierung auf die Arbeitszufriedenheit weniger oft erwähnt. Auch wenn verschiedene Analysen diesen positiven Aspekt der Digitalisierung bestätigen, besteht noch wenig Evidenz dahingehend, wie dieser positive Einfluss zustande kommt. In diesem Beitrag analysieren wir deshalb die relative Bedeutung unterschiedlicher Kanäle, über welche die Digitalisierung die Arbeitszufriedenheit beeinflussen kann.

01.03.2020 Digitalisierung Arbeitsalltag

Wie beeinflusst die Digitalisierung den Arbeitsalltag?
Von Filippo Pusterla, Thomas Bolli, Ursula Renold (Konjunkturforschungsstelle KOF, ETHZ) 
In der öffentlichen Debatte wird die Digitalisierung oft als ein Faktor erwähnt, welcher den Arbeitsmarkt stark beeinflusst. Dabei fokussieren sich viele Diskussionen darauf, in welchen Berufen die Digitalisierung existierende Stellen gefährden könnte. Hingegen wird dem Effekt der Digitalisierung auf die Qualität der bestehenden Stellen relativ wenig Beachtung geschenkt. Mit diesem Beitrag untersuchen wir deshalb, wie der Arbeitsalltag von Diplomierten HF durch die Digitalisierung verändert wird.

01.12.2019 Governance der Berufsbildung Schweiz

Governance der Berufsbildung Schweiz
Von Ursula Renold  (Konjukturforschungsstelle KOF, ETHZ)
Der Forschungsbereich Bildungssysteme der KOF Konjunkturforschungs- stelle der ETH Zürich hat im Auftrag des SBFI die Kooperation zwischen den Akteuren im Schweizer Bildungssystem untersucht. Dabei wurden bei zwölf Steuerungsdimensionen die Zufriedenheit der Akteursgruppen sowie ihre Kooperationsintensität untersucht. Generell ist die Zusammen- arbeit gut. Allerdings gibt es auch Verbesserungspotenzial.

01.09.2019 Höhere Berufsbildung ist auch im Ausland notwendig

Diesen Sommer hatten 12 Teams  aus Chile, Costa Rica, den US Bundesstaaten California, Colorado, Indiana, New York, Washington DC, Südafrika, Benin, Serbien, Nepal und Mikronesien am 5. CEMETS Summer Institute an der ETH Zürich teilgenommen. Die meisten Länder versuchen in unserem Reform-Labor ihre beruflichen Grundbildungsprogramme zu entwickeln oder zu verbessern, so dass deren Absolvierende eine bessere Chance haben, in den Arbeitsmarkt integriert werden zu können. Dabei zeigt sich bei einigen Reformfällen, dass ohne Anschlussmöglichkeiten auf der höheren Berufsbildungsstufe diese Programme längerfristig kaum attraktiv sein werden. Die heutige Kolumne zeigt die Hintergründe auf. 

Literatur:
Renold, U., Maldonado, K., Rageth, L., Sritharan, A. (2019a). Bericht zu den Interviews mit Arbeitgebern/innen zur Evaluation des Rahmenlehrplans für den Bildungsgang «dipl. Betriebswirtschafter/in HF». KOF Studies No. 131, ETH Zürich, 2019.

Renold, U., Bolli, Th., Rageth, L., Sritharan, A. (2019b). Fünfter Bericht zur Evaluation des Rahmenlehrplans für den Bildungsgang «dipl. Betriebswirtschafter/in HF». Schwerpunkt: Eine Befragung von Ehemaligen und eine vertiefte Betrachtung der Digitalisierung. KOF Studies No. 130. ETH Zürich 2019.
Renold, Ursula, Uschi Backes-Gellner, und Katherine Marie Gahr. „System of Opportunity: Permeable Education and Training in Colorado“. KOF Study No. 124, ETH Zurich, 2018. 

Bolli Th. and Renold, U. (2017): Comparative Advantages of School and Workplace Environment in Skill Acquisition: Empirical Evidence from a Survey among Professional Tertiary Education and Training Students in Switzerland. In: Evidence-based HRM: A Global Forum for Empirical Scholarship. p. 1-34.

01.06.2019 Serbische Präsident setzt auf Schweizer Berufsbildungsexperten

Im Juni 2016 besuchte der damalige Premierminister und heutige Präsident von Serbien, Aleksandar Vučić, den internationalen Berufsbildungskongress in Winterthur. Er hielt eine beeindruckende Rede über die bedenkliche Lage der Jugendlichen in seinem Land. Der Zufall wollte es, dass die Schweizer Berufsbildungsexpertin Ursula Renold nach ihm ein Referat zum Thema duale Berufsbildung hielt und er sich sehr dafür interessierte. Er bat sie, Serbien beim Aufbau eines dualen Berufsbildungssystems zu helfen. Mittlerweile ...

Referenzen:

Renold, Ursula, Oswald-Egg, M. (2017). Analysis of Challenges to Strengthening the Serbian dual VET System. KOF Studies, No. 103, November 2017. https://doi.org/10.3929/ethz-b-000214127
Renold, Ursula, Caves, Katherine M., Maldonado Mariscal, Martha K., Oswald-Egg, Maria Esther, Markovic, Jasmina, Veselinovic, Zaklina, Stankovic, Dejan, Ceneric, Ivana, Todorovic, Milica (2017). Implementation of the Serbian Law on Dual Education. First Report on Drivers and Barriers in the Pre-Implementation Phase. KOF Studies No. 129, April 2019.
Renold, U., T. Bolli, M. Egg and F. Pusterla (2014): On the Multiple Dimensions of Youth Labour Markets, KOF Studies, 51, Zurich, August 2014.

01.03.2019 Portrait Ursula Renold, leitende Bildungsforscherin KOF

Bei Ursula Renold trudeln fast täglich Anfragen aus der ganzen Welt ein. Die leitende Bildungsforscherin der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich ist eine Koryphäe der Berufsbildung und weiss Rat, wenn es darum geht, Probleme anzupacken und Reformen umzusetzen. Nepal, Indien, Benin, Serbien, Schweiz, Colorado – Ursula Renolds Wirkungskreis zieht sich von Asien über Westafrika nach Europa und in die USA.

01.12.2018 Duale Berufsbildung in Benin
Duale Berufsbildung in Benin: Wie messen wir ihren Erfolg?

von Ursula Renold

Im Rahmen unseres sechsjährigen Projekts des Schweizerischen Nationalfonds arbeiten wir mit Chile, Costa Rica, Nepal und Benin zusammen. Anfangs Oktober 2018 hatten wir Konferenzen in Benin, weshalb ich in der heutigen Kolumne Einblick gebe in das Berufsbildungswesen von Benin. Seit mehr als zehn Jahren investieren Entwicklungshilfe-Organisationen wie die Schweizer DEZA oder die deutsche GIZ in die Verbesserung der Berufsbildung. Man hofft, die Startchancen der Jungen ins Berufsleben zu verbessern. Im Zentrum steht das seit rund 10 Jahren in 13 Berufen entwickelte CQP, das Certificat de Qualification Professionnelle.

01.09.2018 Das Laboratorium für Bildungsreformen an der ETH Zürich

von Ursula Renold

Es ist anspruchsvoll, ein neues Berufsbildungsgesetz zu implementieren, sämtliche Grundlagen, welche für den Erfolg der Ausbildung massgebend sind, zu überarbeiten und alle involvierten Akteure zu informieren und weiterzubilden. Schweizer Bildungsreformer wissen dies spätestens seit dem vierten Berufsbildungsgesetz von 2004. Berufsbildungs-reformen sind unerlässlich für die hohe Qualität der Ausbildung. Sie schützen vor negativen Effekten wie (Jugend-) Arbeitslosigkeit, Skills Mismatch oder schlechten Arbeitsbedingungen. Im Gegensatz zur Schweiz haben viele Länder Mühe, Reformen zum Erfolg zu bringen. Seit 2015 organisiert der Forschungsbereich Bildungssysteme an der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich das CEMETS Summer Institute. Vom 27. Juni bis 6. Juli 2018 diskutierten rund 50 Personen aus der ganzen Welt für 10 Tage ihre Bildungsreformen mit Fachleute aus Wissenschaft und Praxis. Der folgende Beitrag gibt Einblick in unsere Reform-Werkstatt.

 

01.06.2018 Digitalisierung

So nehmen HF-Diplomierte die Digitalisierung wahr
von Filippo Pusterla, Thomas Bolli undUrsula Renold (Konjunkturforschungsstelle KOF, ETHZ)
Es ist ein Schlagwort, das heutzutage in aller Munde ist: die Digitalisierung. Sie wird als einer der relevantesten Trends für die zukünftige Entwicklung des Arbeitsmarkts betrachtet. Eine wachsende Anzahl von Studien versucht zu identifizieren, welche Berufe von der Digitalisierung bedroht sein könnten. Dabei wird oft der Einfluss der Digitalisierung auf die Anzahl verfügbarer Stellen hervorgehoben, währenddem Einfluss auf die Qualität bestehender Stellen nur wenig Raum gegeben wird. Um diese Lücke zu schliessen, untersucht dieser Beitrag, wie Diplomierte HF die Digitalisierung wahrnehmen.

 

01.03.2018 Berufsbildung im internationalen Vergleich

Verfassungsreform und ihre Auswirkungen auf die Berufsbildung in Nepal
von Ursula Renold
Die Schweizer Entwicklungshilfe engagiert sich seit über 50 Jahren für die Berufsbildung in Nepal. Dabei konnten zahlreiche Institutionen entwickelt werden, die heute noch existieren und dazu beitragen, junge Nachwuchskräfte auszubilden.
Im Jahr 2015 wurde die nepalesische Verfassung total revidiert: Es werden neu sieben Provinzen geschaffen und die Regelungs-Kompetenzen sind in einigen Bereichen dezentralisiert worden, unter anderem auch in der Bildung. Die Verfassung lässt offen, was dies für die Berufsbildung bedeutet, weshalb ich im Auftrag der DEZA ein Gutachten verfassen konnte, das mittlerweile auf grosses Interesse gestossen ist. Der nachstehende Beitrag fasst wesentliche Erkenntnisse zusammen.
 

01.12.2017 Zusammenarbeit zwischen Akteuren der Wirtschaft und der Bildung

von Ursula Renold
Der Erfolg des Schweizer dualen Berufsbildungssystems basiert weitgehend auf der guten Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Wirtschaft und der Bildung. Deshalb wollen andere Länder verstehen, wie diese Zusammenarbeit funktioniert und worauf es ankommt, wenn die Bildungsgänge stärker auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes ausgerichtet werden sollen. Unser Forschungsbereich Bildungssysteme an der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich hat ein Messinstrument entwickelt, das anderen Staaten erlaubt, eine Diagnose zu ihren eigenen Berufsbildungsprogrammen zu erstellen und die Konsequenzen für die Reformstrategie herzuleiten.

 

 

Referenzen und weitere Informationen:

  • Caves, K., Bolli, Th., Renold, U. (2017): Entry 5: New Infographic Summary of the Colorado Education-Employment Linkage Index (KOF EELI) Study. Zurich. 15.03.2017. Quelle: http://www.cemets.ethz.ch/cemets-news/2017/03/new-infographic-summary-of-the-colorado-education-employment-linkage-index-kof-eeli-study.html
  • Renold, U. und Th. Bolli (2016): Berufsbildung: Das Erfolgsrezept der Schweiz, Die Volkswirtschaft – Das Magazin für Wirtschaftspolitik, 11/2016.
  • Renold, U., T. Bolli, K. Caves, L. Rageth, V. Agarwal and F. Pusterla (2015): Feasibility Study for a Curriculum Comparison in Vocational Education and Training, KOF Studies, 70, Zurich, November 2015.
  • Renold, U., T. Bolli, J. Bürgi, K. Caves, M. Egg, J. Kemper and L. Rageth (2016a): Feasibility Study for a Curriculum Compari- son in Vocational Education and Training, Education-Employment-Linkage Index, KOF Studies, No. 80, Zurich, July 2016.
  • Renold, U., Caves, K.; Bolli, Th.; Bürgi, J. (2016b): From Bright Spots to a System: Measuring Education-Employment Linkage in Colorado Career and Technical Education. KOF Studies, No. 87, Zurich, December 2016.
  • Renold, U.; Bolli, Th.; Caves, K.; Buergi, J. (2017): Training for Growth: Skills shortage and companies' willingness to train in Colorado. An application of the KOF Willingness to Train Survey. KOF Studies, No. 94, Zurich, June 2017.

 

01.09.2017 Höhere Berufsbildung im internationalen Vergleich

Höhere Berufsbildung im internationalen Vergleich - Berufserfahrung macht den grossen Unterschied.
von Ursula Renold
Die höhere formale Berufsbildung Schweiz ist international wenig bekannt. Sie passt funktional nicht richtig ins Bildungsschema der ISCED-Klassifikation. Generell ermöglichen Bildungssysteme einen beruflichen «Erstabschlusses», sei es an einer Hochschule oder einer anderen Institution. Dabei wird wegen den hierarchischen Bildungsstufen interpretiert, der höchste Abschluss im Bildungssystem sei das Doktorat an einer universitären Hochschule. In Ländern wie der Schweiz, Deutschland und teilweise auch in Österreich gibt es aber formale Abschlüsse im Tertiärbereich für Leute, die bereits über einen beruflichen Erstabschluss verfügen, mehrere Jahre Berufserfahrung vorweisen und für den karrieremässigen Auf- oder Umstieg zusätzliche formale Abschlüsse erwerben wollen, also die Abschlüsse der Höheren Berufsbildung.

 

 

01.06.2017 Höhere Berufsbildungsabschlüsse

Höhere Berufsbildungsabschlüsse - Welche Titel im internationalen Vergleich werden ihnen gerecht?
von Ursula Renold
Wie ich in der letzten Kolumne (März 2017) ausgeführt habe, gehören die Abschlüsse der Höheren Berufsbildung (HBB) bezogen auf Schutz vor Arbeitslosigkeit und Vorbereitung auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu den leistungsfähigsten formalen Bildungsabschlüssen. Sie richten sich – im Unterschied zu Hochschulabschlüssen – an Berufsfachleute, welche bereits über zwei- bis mehrjährige Berufserfahrung verfügen. Weltweit ist dieses Teilsystem des Schweizer Bildungssystems einzigartig. Die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft und der damit einhergehende Ruf nach Vergleichbarkeit von Titeln fordern dieses Teilsystem heraus, weshalb dieser Artikel mögliche Lösungen diskutiert.

 

 

Referenzen und weitere Informationen:

  • Beck, U. (1986): Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne, Frankfurt am Main.
  • Egg, M. and U. Renold (2015): The Swiss Vocational Education and Training System: What Can Spain Learn from Switzer- land?, KOF Working Papers No. 383, June, Zurich, S. 7.
  • Renold, U. (2015), Welche Akademikerquote brauchen wir? Über den Umgang mit Fuzzy Boundaries in internationalen Bildungssystemvergleichen. In: Amstutz, H., Dorn, A., Müller, M., Ronsdorf, M., Uljas, S. (eds). Fuzzy Boundaries: Festschrift für Antonio Loprieno. Hamburg. Widmaier Verlag. S. 941-963.
  • Rehbinder, Manfred, and Suisse. BBG : Berufsbildungsgesetz : das Bundesgesetz über die Berufsbildung mit Verordnung, erläuternden Auszügen aus den Gesetzesmaterialien  und Musterverträgen für Lehre und Anlehre, weiteren Materialien und Sachregister. Zürich: Orell Füssli, 1981.
  • SKBF 2010, Bildungsbericht Schweiz 2010. Aarau: Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung.
  • Spence, M. (1973): Job Market Signaling, in: Quarterly Journal of Economics 87/3, 355–374.
  • Ständerat 2014: Motion Aebischer Matthias, Titeläquivalenz für die höhere Berufsbildung, Amtliches Bulletin, Wortprotokoll des Ständerates zur Motion Aebischer Matthias (12.3511).
  • SRF Tagesgespräch vom 11. Januar 2017: „Wenn die Globalisierung vor Diplomen halt macht“. Link: http://www.srf.ch/sendungen/tagesgespraech/ursula-renold-wenn-die-globalisierung-vor-diplomen-halt-macht
01.03.2017 Höhere Berufsbildung Schweiz

Höhere Berufsbildung Schweiz - sie unterscheidet uns von anderen Ländern.
von Ursula Renold
Seit meinem Eintritt in die ETH Zürich habe ich viele Länder bereist und ihr Bildungssystem analysiert, sei es, weil ich Vorträge hielt oder Workshops mit Vertretern anderer Länder leitete. Die Erkundungsreisen zeigen, dass nur wenige Länder ein derart ausdifferenziertes Bildungssystem haben wie die Schweiz. Ein auffälliger Unterschied ist die Höhere Berufsbildung (HBB), welche in der Schweiz eine Vielzahl von Bildungsabschlüssen für Fach- und Kaderleute bietet. Dieses Systemelement mit formal anerkannten Abschlüssen fehlt ausserhalb der deutschsprachigen Länder fast immer. Alleinstellungsmerkmale sind die .......

 

 

Referenzen und weitere Informationen:

  • Renold, Ursula (2016): Swiss Federal Office for Professional Education and Technology: Advanced Diploma Examination for Professional Credentialing, in: Wingard, Jason, and Michelle LaPointe. Learning for Life: How Continuous Education Will Keep Us Competitive in the Global Knowledge Economy. First Edition. New York: AMACOM--American Management Association, 2016. P. 195-208.
  • Bolli, Thomas, Renold, Ursula (2015). Comparative Advantages of School and Workplace Environment in Competence Acquisition: Empirical Evidence From A Survey Among Professional Tertiary Education and Training Students in Switzerland, KOF Working Paper, No. 39, July 2015.
  • Renold, U. (2012). Zukunft der HR-Fachleute in der Schweiz: Akademische versus berufspraktisch-orientierte Qualifikation? In: Ertelt/Frey/Kugelmeier (Hrsg.): HR zwischen Anpassung und Emanzipation - Beiträge zur Entwicklung einer eigenständigen Berufspersönlichkeit. Band 3. Schriftenreihe des Heinrich-Vetter-Forschungsinstituts, Mannheim. Verlag Peter Lang, p. 285-314.
  • Im Zusammenhang mit diesem Thema kann auch die Radiosendung SRF Tagesgespräch vom 11. Januar 2017 von Interesse sein: „Wenn die Globalisierung vor Diplomen halt macht“. Link: http://www.srf.ch/sendungen/tagesgespraech/ursula-renold-wenn-die-globalisierung-vor-diplomen-halt-macht

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