Stellenwechsel nach dem HF-Abschluss: Höhere Fachschulen eröffnen neue Karrierechancen
Die neue BFS-Studie «Stellenwechsel nach der höheren Berufsbildung» untersucht die berufliche Entwicklung von Absolventinnen und Absolventen der Abschlusskohorte 2020. Für die Höheren Fachschulen (HF) zeigen die Ergebnisse ein klares Bild: Ein HF-Abschluss erhöht die berufliche Mobilität deutlich und eröffnet neue Karrierechancen.
Zusammenfassung für HF-Diplomierte von Urs Gassmann
Stellenwechsel nach dem HF-Abschluss: Höhere Fachschulen eröffnen neue Karrierechancen
Die neue BFS-Studie «Stellenwechsel nach der höheren Berufsbildung» untersucht die berufliche Entwicklung von Absolventinnen und Absolventen der Abschlusskohorte 2020. Für die Höheren Fachschulen (HF) zeigen die Ergebnisse ein klares Bild: Ein HF-Abschluss erhöht die berufliche Mobilität deutlich und eröffnet neue Karrierechancen.
Die aktuelle Publikation des Bundesamts für Statistik (BFS) bestätigt eindrücklich, welchen Einfluss ein Abschluss an einer Höheren Fachschule (HF) auf die berufliche Laufbahn hat. Vier Jahre nach dem Abschluss haben HF-Diplomierte eine aussergewöhnlich hohe berufliche Mobilität und nutzen die neu erworbenen Kompetenzen aktiv, um ihre Karriere weiterzuentwickeln. Der Stellenwechsel ist dabei kein Zeichen mangelnder Loyalität, sondern Ausdruck eines funktionierenden Arbeitsmarktes, der qualifizierte Fachkräfte sucht und ihnen attraktive Entwicklungsmöglichkeiten bietet.
HF-Diplomierte sind auf dem Arbeitsmarkt besonders gefragt
Besonders auffällig ist die hohe Wechselbereitschaft von HF-Diplomierten. Rund 70 Prozent haben innerhalb von vier Jahren nach dem Abschluss den Arbeitgeber gewechselt, weitere 17 Prozent haben innerhalb ihres Unternehmens eine neue Funktion übernommen. Damit bleiben lediglich rund 13 Prozent in derselben Position wie vor dem Abschluss (wobei nicht untersucht wurde, was die bisherige Position war. Viele wechseln die Position auch bereits während des Studiums)). Im Vergleich zu Absolventinnen und Absolventen anderer Abschlüsse der höheren Berufsbildung weisen HF-Diplomierte die höchste berufliche Mobilität auf.
Karriere und Entwicklung stehen im Vordergrund
Die Studie zeigt, dass Stellenwechsel bei HF-Diplomierten überwiegend aus einer positiven Motivation heraus erfolgen. Am häufigsten nennen die Befragten den Wunsch nach Veränderung, bessere Einkommensmöglichkeiten und attraktivere Karriereperspektiven. Darüber hinaus entscheidet sich ein beachtlicher Teil der Absolventinnen und Absolventen bewusst für eine Tätigkeit, die besser zu den während der HF-Ausbildung erworbenen Kompetenzen passt.
Der HF-Abschluss eröffnet damit nicht nur neue Stellen, sondern schafft die Voraussetzungen für eine gezielte berufliche Weiterentwicklung. Viele Absolventinnen und Absolventen nutzen die ersten Jahre nach dem Studium, um ihre Laufbahn aktiv zu gestalten und ihre Qualifikationen optimal einzusetzen.
Ein Stellenwechsel erhöht die Zufriedenheit
Ein besonders interessantes Ergebnis der Studie betrifft die berufliche Zufriedenheit. Personen, die nach ihrem HF-Abschluss die Stelle wechseln, sind zunächst häufig weniger zufrieden mit ihrer beruflichen Situation als jene, die im gleichen Unternehmen bleiben. Vier Jahre später zeigt sich jedoch ein deutlich anderes Bild.
Vor allem die Zufriedenheit mit dem Einkommen, den Entwicklungsmöglichkeiten und der gesamten beruflichen Situation nimmt nach einem Stellenwechsel spürbar zu. Die Ergebnisse legen nahe, dass ein Stellenwechsel für viele HF-Diplomierte ein wichtiger Schritt zu einer erfüllenderen beruflichen Tätigkeit ist und langfristig zu einer höheren Arbeitszufriedenheit beiträgt.
Der Karriereaufstieg gelingt auf unterschiedlichen Wegen
Auch hinsichtlich der Karriereentwicklung liefert die BFS-Studie wertvolle Erkenntnisse. Wer innerhalb des bisherigen Unternehmens eine neue Funktion übernimmt, erreicht häufiger eine Führungsposition als Personen, die den Arbeitgeber wechseln. Bei HF-Diplomierten steigt der Anteil der Mitarbeitenden mit Führungsverantwortung nach einem internen Stellenwechsel deutlich an.
Externe Stellenwechsel führen dagegen oftmals zunächst zu einer fachlichen Neuorientierung oder Spezialisierung. Der eigentliche Karriereschritt erfolgt in vielen Fällen etwas später. Die Studie zeigt jedoch klar, dass beide Wege langfristig zur beruflichen Weiterentwicklung beitragen und der HF-Abschluss die Grundlage für Führungsverantwortung und anspruchsvollere Aufgaben bildet.
Ein starkes Signal für die Höheren Fachschulen
Die Ergebnisse unterstreichen die grosse Bedeutung der Höheren Fachschulen für den Schweizer Arbeitsmarkt. HF-Diplomierte verfügen über Kompetenzen, die von Unternehmen stark nachgefragt werden. Der Abschluss verbessert nicht nur die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sondern erhöht auch die berufliche Mobilität, die Einkommensperspektiven und die Möglichkeiten zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung.
Gerade in Zeiten des Wandels bestätigt die Studie eindrücklich, dass Höhere Fachschulen qualifizierte Fach- und Führungskräfte ausbilden, die den Anforderungen der Wirtschaft entsprechen und ihre Karriere aktiv gestalten.
Fazit
Die BFS-Studie bestätigt einmal mehr den hohen Wert eines HF-Abschlusses. Die aussergewöhnlich hohe Mobilität von HF-Diplomierten zeigt, dass ihre Qualifikationen am Arbeitsmarkt gefragt sind. Stellenwechsel erfolgen überwiegend aus positiven Gründen und führen häufig zu besseren Entwicklungsmöglichkeiten, höherer Arbeitszufriedenheit und attraktiveren Karriereperspektiven.
Die Höheren Fachschulen leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung qualifizierter Fach- und Führungskräfte in der Schweiz. Für HF-Diplomierte ist der Abschluss weit mehr als ein Bildungsnachweis – er ist der Startpunkt für eine erfolgreiche berufliche Weiterentwicklung.