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Salärstudie des ODEC: Saläre HF 2015/2016

Die Publikation „Saläre HF 2015/2016“ ist erschienen. Ein Studium an einer Höheren Fachschule bietet ausgezeichnete Chancen für ein gutes Salär. Den HF-Diplomierten stehen Fach- und Führungskarrieren offen.

Praxisorientiertes HF-Studium zahlt sich aus

Die Bildung einer Person hat einen starken Einfluss auf den Lohn: Absolventinnen und Absolventen einer Höheren Fachschule (HF) können ihr Einkommen in kurzer Zeit deutlich steigern. Karriere- und Verdienstchancen unterscheiden sich aber je nach gewählter Studienrichtung und Branche. Diese und weitere Ergebnisse liefert die Salärstudie HF, welche der ODEC Schweizerischer Verband der Diplomierten HF und die INCON Unternehmensberatung bereits zum achten Mal durchgeführt haben.

Durch den Einbezug der HF-Studenten in die Salärstudie konnte bei einigen Fachrichtungen des Tertiärstudiums erstmals eine durchschnittliche Karriere- und Salärentwicklung vom Studienstart bis zur Pensionierung aufgezeichnet werden.

Saläre vom Studienbeginn bis zur Pensionierung

An der Datenerhebung haben insgesamt 3‘223 Personen teilgenommen (2‘024 HF-Diplomierte und 1‘177’HF-Studenten). In den Fachbereichen Wirtschaft und Technik starten die Studenten ins erste Studienjahr mit rund CHF 70‘000, steigern sich bis ins Abschlussjahr im Bereich Wirtschaft auf CHF 85‘000 und Technik auf CHF 80‘000. Anschliessend erhöht sich das Salär laufend, nach 5-7 Jahren kann mit einem Salär von über CHF 100‘000 gerechnet werden. Der Bereich Hotellerie und Tourismus, mehrheitlich ein Vollzeitstudium, startet beim Abschluss bescheidener und holt den Abstand mit den Jahren auf. Im Gesundheitsbereich (mit Dentalhygiene und medizinisch-technische Radiologie) ist der Saläranstieg eher moderat. Gestartet wird mit durchschnittlich CHF 73‘000 und 10 Jahre nach HF-Abschluss werden CHF 90‘000 ausbezahlt. Bei einigen Fachrichtungen, die über 200 Umfrageteilnehmer aufwiesen, konnte das Salär zusätzlich detailliert nach Abschlussjahr und Funktion ausgewertet werden.

Studienrichtung für Salär massgebend

Je nach gewählter Studienrichtung unterscheiden sich die Verdienstchancen erheblich: Ein 31-jähriger Betriebswirtschafter HF kann seinen Jahreslohn von anfänglich CHF 92'600 innerhalb von fünf Jahren auf CHF 114'000 steigern. Ein 27-jähriger Touristiker HF bringt seinen Anfangsgehalt von anfänglich CHF 65'000 innerhalb von acht Jahren auf CHF 88'000. Gute Entwicklungschancen haben HF-Absolventinnen und -Absolventen der Hotellerie/Gastronomie, welche meist ein Vollzeitstudium absolvieren: Da sie längere Zeit vom Arbeitsmarkt weg sind, starten sie mit bescheidenen Salären (CHF 71'000). Nach rund 10 Jahren sind sie gleichauf mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Technik mit berufsbegleitenden Abschlüssen, welche mit einem um durchschnittlich CHF 13'000 höheren Jahreslohn gestartet sind.

Der HF-Abschluss eröffnet Karrierechancen

Mit dem HF-Abschluss verändern sich auch die Funktionen, in denen die HF-Diplomierten tätig sind. Waren viele während des HF-Studiums Sachbearbeiter/Facharbeiter, so verlagern sich die Funktionen nach dem Abschluss Richtung Kader. Bei einigen Fachrichtungen waren genügend Daten für eine Detailauswertung vorhanden, so bleiben die Teilnehmer der Fachrichtungen (Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik) den Fachkarrieren länger erhalten bis sie in die Führungskarriere wechseln. Diplomierte HF der Fachrichtungen „Bau“, „Unternehmensprozesse“, „Hotellerie/Gastronomie“ und „Betriebswirtschaft“ wechseln nach ihrem HF-Abschluss schnell in die Führung.

Alter der HF-Studenten

Wer ein HF-Studium beginnt, hat bereits einige Jahre Berufserfahrung und ist durchschnittlich zwischen 25 und 28 Jahre alt. Einzig die Studenten aus dem Sozialbereich beginnen erst im Alter von rund 34 Jahren mit dem Studium.

Immer weniger erhalten Reallohnerhöhung

45 Prozent aller Umfrageteilnehmenden haben dieses Jahr eine Reallohnerhöhung erhalten – 2013 waren es noch 47 Prozent gewesen, 2011 waren es 55 Prozent und 2009 gar 63 Prozent. 48 Prozent der teilnehmenden HF-Absolventinnen und -Absolventen werden für ihre Überzeit bezahlt: Davon sind rund 39 Prozent Angehörige des Kaders und 19 Prozent Mitglieder der Geschäftsleitung.

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