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01.12.2015

Firmenloyalität, ein Schlüsselwert

Die Aussagen von HF-Diplomierten zu HF-Studenten unterscheiden sich nur wenig.

Auf die Frage: «Ist mir Firmenloyalität wichtig?» antworteten 60% aller Teilnehmer unserer Umfrage mit «ja» und weitere 34% mit «eher ja», sprich rund 94% sind der Überzeugung, dass Firmenloyalität von Bedeutung ist. Nur für 1.1% (36 Teilnehmer) ist Firmenloyalität nicht wichtig. Die Aussagen von HF-Diplomierten zu HF-Studenten unterscheiden sich nur wenig. Auch weitere Auswertungen, zu denen wir noch später kommen, zeigen auf, dass Firmenloyalität als Einstellung der zukünftigen und heutigen HF-Diplomierten ein wichtiger Grundwert ist.

Firmenloyalität ein Schlüsselwert

Der nachfolgende Bericht basiert auf den Werten von 3’226 Teilnehmern (2’050 HFDiplomierte und 1’176 HF-Studenten) der ODEC-Umfrage vom Frühling 2015. Der Unterschied der Ergebnisse zwischen den beiden befragten Gruppierungen ist bescheiden, sodass nachfolgend alle Teilnehmer als Ganzes ausgewertet werden.

Nachfolgend einige Auszüge aus den gewonnenen Erkenntnissen. Eine detailliertere Auswertung wird in Kürze als PDF auf unserer Website www.odec.ch hinterlegt, wir informieren über die Fertigstellung in unserem monatlichen ODEC-Newsletter.

Vorab: Die Firmenloyalität ist bei HF-Diplomierten sowie bei HF-Studenten auf einem sehr hohen Niveau der Wichtigkeit, auch wenn nachfolgend von «höher» oder «tiefer» gesprochen wird.

Eine GALLUP-Studie aus dem Jahr 2014 im Nachbarland Deutschland untersuchte die emotionale Bindung der Beschäftigten zum Unternehmen. Diese Studie kam zu den Resultaten, dass nur 15% eine hohe emotionale Bindung, 70% eine geringe und weitere 15% keine emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen haben.

Sicher ist Firmenloyalität nicht exakt dasselbe wie die emotionale Bindung, aber als Vergleichswert hält es stand. Von Werten, wie sie die Teilnehmer unserer Studie aufweisen, können Unternehmen anderer Länder nur träumen. Firmenloyalität ist nicht selbstverständlich, sondern muss gepflegt werden.

Die Wichtigkeit der Firmenloyalität steigt mit dem HF-Abschluss und der daraus resultierenden höheren Funktion. Die Funktion, die eine Person ausübt, ist der Wert mit dem höchsten Einfluss auf die Wichtigkeit der Firmenloyalität. Dies begründet auch, warum die HF-Studenten einen etwas tieferen Wert ausweisen, denn «Assistent» oder «Sachbearbeiter/Fachspezialist» sind die Einstiegsfunktionen oder Funktionen der meisten HF-Studenten.

Wer HF-Diplomierte im «Kader» oder als «Mitglieder der GL/Direktion» eingestellt hat, verfügt über hoch loyale Mitarbeiter. Als weiterer wichtiger Wert zeigt sich die Branche. Zu erwarten wären grössere Schwankungen gewesen, doch der Unterschied bei denen die Firmenloyalität wichtig ist, beträgt 20%, beziehungsweise liegt zwischen 50% und 70%. So sind die untersten drei Werte in den Branchen «Sozialwesen», «Grafische Erzeugnisse» und «Chemie/Pharma» und die höchsten Werte in den Branchen «Bau/Holz», «Industrie-Dienstleistungen» und «Architektur» zu finden.

Wer in einer KMU arbeitet, dem ist die Firmenloyalität wichtiger als jenen, die in einer grösseren Firma arbeiten. So geben 73% der Umfrageteilnehmer (bei Firmen mit 1 – 10 Mitarbeitern) an, dass Firmenloyalität für sie wichtig ist. Bei der Firmengrösse 11 – 50 Mitarbeiter sind es 63% und bei > 1000 Mitarbeitern 55%. Diese Verteilung hat sicher auch damit zu tun, dass Teilnehmer, die in einer KMU arbeiten eher im Kader oder in der Geschäftsleitung/Direktion arbeiten.

Die Marktausrichtung der Firma spielt nur eine nebensächliche Rolle. Bei den Umfrage-Teilnehmern einer Firma mit Marktausrichtung im Inland, hat die Firmenloyalität 62% Wichtigkeit und mit einer Hauptausrichtung ausserhalb von Europa sind es 54%.

Generationenproblem bei der Firmenloyalität?

Von allen Auswertungen zu diesem Bericht ist jene nach Altersgruppen die homogenste. Die Wichtigkeit der Firmenloyalität «ja» variiert nur um 7% zwischen 57% und 64%. Es gibt keine Unterschiede zwischen den Generationen Babyboomer (Jg. 1946 – 1964), der Generation X (Jg. 1965 – 1979) und der Generation Y (Jg. 1980 – 1999). Erwartet wurde, basierend auf verschiedenen Zeitungsberichten, andere Resultate. So sollte die Loyalität der jüngeren Generation massiv tiefer liegen. Sind jetzt die Studenten und Diplomierte des HF-Bereichs ein Sonderfall? Oder sind die Unterschiede in den Ansprüchen an die Firmen um die Loyalität zu halten zu suchen?

Fazit

Wer HF-Studenten oder HF-Diplomierte zu den Mitarbeitern zählen kann, hat von der Grundeinstellung her loyale und interessierte Mitarbeitende.

 

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